Das Erwachen der Bienenfresser und Feldhamster

Obwohl Bienenfresser und Feldhamster von ihrer Lebensweise unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie doch eine Gemeinsamkeit. Bei beiden Arten erfolgt das jährliche Frühlingserwachen in Österreich ziemlich genau zur selben Zeit. Doch dabei sind ihre Herangehensweisen komplett unterschiedlich. Mehr darüber gibt es im folgenden Artikel zu entdecken.

Der Frühling stellt in der Naturfotografie eine der spannendsten Perioden im Kalenderjahr dar. Nicht nur Flora, sondern auch Fauna erwachen zu dieser Zeit aus dem langen Winterschlaf. Meistens ist dabei das Motivangebot dermaßen groß, dass man gar nicht weiß wo man zuerst mit dem Fotografieren beginnen soll. Um Stress zu vermeiden, ist eine zeitgerechte Planung für diese dicht gefüllte Jahreszeit äußerst hilfreich und zu empfehlen.

Zwei ganz besondere Frühlings-Highlights in der Wildlife Fotografie sind zweifelsfrei Bienenfresser und Feldhamster. Fast wie aufs Kommando erscheinen die beiden Spezies jährlich zur praktisch selben Zeit. Man könnte deshalb fast glauben, dass sie sich dabei absprechen.

Doch dies ist auch schon ihre einzige Gemeinsamkeit. Von den Lebensweisen unterscheiden sich die beiden Arten nämlich enorm.

Während Feldhamster das gesamte Jahr über in unseren Breitengraden verweilen, ihre unterirdischen Baue im kalten Winter nicht verlassen und im Frühjahr nach ihrer langen Winterruhe wieder zurück an die Oberfläche kehren, überbrücken Bienenfresser die kalte Jahreszeit in den wärmeren Gefilden von Afrika.

Um für Nachwuchs zu sorgen nehmen die bunten Vögel jedes Jahr eine lange und anstrengende Reise auf sich. Nach ihrer Ankunft in Süd- und Mitteleuropa, bilden die Höhlenbrüter an steil abfallenden Lehmwänden Brutkolonien und widmen sich dabei von Mai bis Juli der Aufzucht ihres Nachwuchs. Bis in den August hinein sammeln und stärken sich Jung- und Altvögel, um dann im Anschluss wieder zurück zu ihren Winterresidenzen auf dem afrikanischen Kontinent zurückzukehren. 

Es ist jedes Jahr aufs Neue toll diese beiden so unterschiedlichen Tierarten beobachten und fotografieren zu dürfen. Ich hoffe sehr, dass dies auch noch in den nächsten Jahrzehnten möglich sein wird. Denn besonders der Feldhamster leidet enorm an den immer weniger werdenden Lebensräumen. Leider findet man sie deshalb auch auf der roten Liste der gefährdeten Arten. 

Mit großer Hoffnung blicke ich daher dem nächsten Frühjahr entgegen und freue mich Bienenfresser und Feldhamster nach der kalten Jahreszeit wieder begrüßen zu dürfen. 

 

Ich danke für den Besuch und wünsche noch einen angenehmen Tag  😉

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