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Pelzige Murmeltiere aus den Bergen

Murmeltiere zählen zu den vermutlich bekanntesten wilden Bergbewohnern in den Alpen. Darüber hinaus sind sie wegen ihrer süßen Erscheinung gern gesehene Maskottchen in der heimischen Tourismusbranche. Als österreichischer Naturfotograf ist es daher schon fast Pflicht, die pelzigen Gesellen zumindest einmal vor die Linse bekommen zu haben.

Auf den ersten Blick will man es kaum glauben, aber es ist tatsächlich wahr, das Murmeltier ist mit dem Ziesel verwandt. Auch wenn das Alpenmurmeltier mit einer durchschnittlichen Länge von 50cm wesentlich größer ist als das im Schnitt 20cm kleine Ziesel, zählen beide Nager zur Familie der Hörnchen. Abgesehen von ihrem süßen und niedlichen Erscheinungsbild, haben die beiden Säuger keine wesentlichen Ähnlichkeiten in Punkto ihres Aussehens. Doch bei genauem Beobachten ihrer Verhaltensweisen kann man sehr wohl Gemeinsamkeiten erkennen.

Sie sind zwar in völlig unterschiedlichen Habitaten beheimatet, doch ihre beiden Lebensstile weißen unverkennbare Parallelen auf. Als tagaktive Höhlenbewohner finden sie in ihren unterirdischen Bauen Schutz vor Fressfeinden und halten darin auch ihren Winterschlaf. Im Herbst ist es für die beiden Nager überaus wichtig eine ausreichende Fettschicht anzulegen um so für die kommenden Monate unter Tage gut versorgt zu sein. Sowohl der Ziesel als auch das Murmel sind sehr kommunikativ in Bezug auf ihre Artgenossen. Mit akustischen Signalen, wie zum Beispiel dem unverkennbaren Pfeifen, warnen sie sich gegenseitig vor auftretenden Gefahren und geben so stets auf ihre Kolonie acht.

Als ich in meiner Kindheit das erste Mal Murmeltiere in freier Wildbahn zu Gesicht bekam, konnte ich kaum glauben dass solch putzige Geschöpfe in unseren Berglandschaften beheimatet sind. Durch ihre Ähnlichkeit mit Teddybären blieben sie mir noch lange in Erinnerung. Viele Jahre später, als ich begann mich mit der Naturfotografie auseinanderzusetzen, zählten die Murmeltiere dann natürlich zu meinen ersten Wunschmotiven. Im August 2012 war es auch endlich so weit und ich stattete den Mankeis einen Besuch in den Bergen ab. 

In manchen Gebieten haben sich die Murmler an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt und entwickelten eine extreme Neugierde. Diese Zutraulichkeit ist mancherorts nicht zuletzt durch Fütterungen von Touristen und Wanderer zu erklären. Leider wird dabei den Tieren nicht immer artgerechtes Futter angeboten. Viele Leute nehmen fälschlicherweise an -vermutlich wegen des niedlichen Aussehens der Tiere- dass Schokolade, Chips, Zuckerl und dergleichen eine passende Mahlzeit darstellen. Dem ist natürlich nicht so. Im Gegenteil, es schadet den Fellträgern sehr. Deshalb sollte man immer wieder betonen, dass Süßigkeiten keine geeignete Nahrung für Wildtiere darstellen.

Ich freue mich jedenfalls schon wieder sehr auf den nächsten Besuch bei den putzigen Murmeltieren in den Alpen. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Doris Schwarz (Sonntag, 11 Februar 2018 08:01)

    Deine Blogs sind immer ein Genuss. Bilder und Texte einfach TOP!!!

  • #2

    Christoph Ruisz (Sonntag, 11 Februar 2018 14:34)

    Hallo Doris,

    vielen herzlichen Dank für dein Kompliment und deine regelmäßigen Besuche auf meiner Website �
    Ich freue mich immer sehr wenn du meine Berichte liest.
    Hab noch einen angenehmen Sonntag und einen guten Start in den morgigen Montag.
    Liebe Grüße
    Christoph ��

  • #3

    Füreder Gertraud (Sonntag, 11 Februar 2018 18:21)

    tolle bilder ich war heuer im sommer am grossglockner da kann man die murmeltiere so schön beobachten

  • #4

    Christoph Ruisz (Sonntag, 11 Februar 2018 23:51)

    Vielen lieben Dank für die netten Worte. Ja dort kann man die Murmler schön beobachten.
    LG Christoph