Kleine Waldbewohner mit langem Schweif

Wer kennt sie nicht, die süßen Kobolde mit ihrem buschigen Schwanz. Schnell wie der Blitz klettern sie von Baum zu Baum und haben dabei stets alles im Blick. Die Eichhörnchen sind ein sehr beliebtes und lohnenswertes Fotomotiv. Für mich Grund genug um ihnen einen eigenen Artikel zu widmen.

Das Europäische Eichhörnchen ist der einzige natürliche Vertreter, von weltweit insgesamt 28 Eichhörnchenarten, welcher in unseren Regionen beheimatet ist. Durch invasive Arten nahmen seine Bestände in den letzten Jahren leider kontinuierlich ab. Schuld daran ist vor allem das Amerikanische Grauhörnchen. Dieses trägt einen Virus in sich, gegen den es selbst immun ist. Kommt aber ein Europäisches Eichhörnchen damit in Berührung, ist das in den meisten Fällen tödlich. Deshalb kommen in weiten Teilen von Irland, Italien und Großbritannien heute kaum noch unsere rotbraunen bzw. schwarzbraunen Eichkätzchen vor. 

In Österreich haben wir dieses Problem zum Glück (noch) nicht. Möchte man in unseren Regionen auf Eichkatzerl-Fotojagd gehen, hat man in Parkanlagen meistens gute Karten. Die Tiere sind mit etwas Geduld sehr zutraulich und haben eine große Schwäche für Nüsse. Ganz besonders lieben sie Haselnüsse. Wenn man also breit für eine kleine Futterspende ist, hat man gute Chancen die niedlichen Hörnchen für so manche Aufnahme zu gewinnen. Sobald sie ihre Bestechung gegrapscht haben, wird diese fast immer weggetragen und in ein für sie passendes Versteck untergebracht. Hat man erst einmal ihr Interesse geweckt, kommen sie in regelmäßigen Abständen wieder und wieder.

Mir macht es einfach einen riesigen Spaß den flinken Klettermaxen bei ihren nervösen Annäherungsversuchen zuzuschauen. Es ist unglaublich mit welcher Leichtigkeit sie im Stande sind von Ast zu Ast zu schwingen. Durch ihre eleganten Sprünge sind sie selbst am Boden extrem wendig und schnell. Ihre Fressfeinde haben es nicht einfach sie tagsüber zu fassen. Besonders gefährlich wird es für die tagaktiven Kletterer aber bei Nacht. Feinde wie der Baummarder oder Uhu haben es zu später Stund um einiges leichter Beute zu machen. In Schlafkobeln finden die kleinen Kerlchen jedoch Schutz vor ihren Erzfeinden. 

Ich freue mich schon wieder auf meinen nächsten Besuch bei den süßen Waldbewohnern und hoffe, dass sie für die kalte Jahreszeit genügend Vorräte angelegt haben.

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Kommentare: 2
  • #1

    Doris Schwarz (Sonntag, 14 Januar 2018 09:26)

    Hallo Christoph,
    tolle Bilder und schöner Text :-)
    Das mit der Futterspende kann ich nur bestätigen, Ich habe auch immer eine Hand voll Nüsse mit, wenn ich die possierlichen Tierchen besuche :-)
    lg
    Doris

  • #2

    Christoph Ruisz (Sonntag, 14 Januar 2018 20:37)

    Hallo liebe Doris,
    herzlichen Dank für deine netten Worte :-)
    Obwohl sie so kein sind, sind sie mit einer Handvoll Nüssen unheimlich schnell fertig und wollen noch mehr. Richtige Kobolde :-D

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend
    Christoph