Das Ziesel, der Löwenzahn und die Entstehung

Mit dem scheidenden Winter und dem eintretenden Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Ziesel. Sie erwachen aus ihrem Winterschlaf und kommen an die Oberfläche um ihren Hunger zu stillen. Dabei schmeckt ihnen der Löwenzahn ganz besonders.

Schon vor zwei Jahren (fast auf den Tag genau) habe ich mich etwas intensiver mit diesen liebenswerten Erdhörnchen beschäftigt und mit den entstandenen Bildern meinen ersten Blogeintrag verfasst. 

Auch heuer habe ich wieder viel Zeit mit den kleinen Nagern verbracht und wunderschöne Momente mit ihnen erleben dürfen. In diesem Artikel möchte ich darauf nun genauer eingehen und die entstandenen Fotos präsentieren.

 

Da ich schon bei meinem ersten Artikel detailliert auf die Tierart eingegangen bin, werde ich mich diesbezüglich etwas kürzer fassen und dafür die Aufnahmebedingungen mehr in den Fokus rücken.

Heuer gab es eine ganz spezielle Delikatesse für die Kleinen, den Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia). Wie man auf den Bildern sehen kann, schmeckten nicht nur die Blätter, sondern vor allem auch die gelben Blüten besonders gut.

Es erstaunte mich wie schnell mehrere dieser Pflanzen innerhalb kürzester Zeit verputzt wurden. Ich denke, dass schon ein einziger Ziesel in der Lage ist, eine ganze Wiese voller Löwenzahn innerhalb weniger Tage komplett dem Erdboden gleich zu machen. Dies ist auch der Grund, warum solche Blumen kaum wachsen können wenn eine intakte Zieselkolonie in der Nähe ist.

Die Botaniker unter uns müssen sich aber keine Sorgen um den Löwenzahn machen, denn es gibt mittlerweile leider nur noch sehr wenige Ziesel in Europa. Aus diesem Grund wird der Europäische Ziesel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten auch als "gefährdet" eingestuft und sollte deshalb streng geschützt werden!

Doch warum gelang es mir dann, diese Aufnahmen von Ziesel und Löwenzahn zu machen wenn das Heranwachsen der Pflanzen unter diesen Umständen kaum möglich ist?

Ganz einfach: 

Vor jedem Shooting wurden fleissig Blüten und Blätter gepflückt und in den Rucksack gepackt. Gleich danach ging es zur Kolonie, denn so wie Fisch, wird auch Löwenzahn am Besten frisch serviert.

Da es keine Beschwerden gab, dürfte mein Löwenzahn noch frisch genug gewesen sein ...

... zum Glück, denn wer möchte sich schon mit Reklamationen hungriger Ziesel herumschlagen  :-)

Kommentare: 4 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Doris (Freitag, 13 Mai 2016 21:35)

    Hallo Christoph, wie erwartet tolle Fotos, super Text dazu

  • #2

    Christoph Ruisz (Sonntag, 15 Mai 2016 13:14)

    Vielen Dank Doris :-)

  • #3

    Susanne (Montag, 22 August 2016 21:29)

    Hallo, wirklich fantastische Fotos und ein interessanter Artikel ☺
    Gruß, Susanne

  • #4

    Christoph Ruisz (Dienstag, 23 August 2016 09:31)

    Hallo Susanne,
    vielen Dank für dein Kompliment, freut mich, dass dir die Fotos gefallen :)
    LG Christoph