Eiderente

Eiderenten sind besonders wegen ihrer feinen Daunen bekannt. Vor allem in Island sind sie deshalb ein gern gesehener Gast. Durch ihr dickes Daunenkleid wirken diese Meeresenten sehr robust und unterscheiden sich dadurch stark von anderen Entenarten. Auf Helgoland konnte ich einige dieser hübschen Vögel beobachten.

 

 

Mit einer Körpergröße von bis zu 60 cm ist die Eiderente nur minimal größer als die heimische Stockente.  Beim Körpergewicht kann man aber eindeutig Unterschiede erkennen. Die rundliche Eiderente wiegt mit bis zu 3 kg mehr als doppelt so viel wie die länglichere Stockente.

Auch am keilförmigen Schnabel kann man die Somateria mollissima gut erkennen.

 

 

Genauso wie bei den meisten anderen Entenarten, ist auch bei den Eiderenten das Gefieder von Männchen und Weibchen unterschiedlich gefärbt.

Während der Erpel mit seinem schwarz-weißen Federkleid und seinem grünlichen Schnabel besonders hervorsticht und damit das andere Geschlecht bei der Balz beeindruckt, hat das Weibchen neben dem bräunlichen Schnabel auch ein braunes Tarngefieder, welches bei der Brut gut vor Fressfeinden schützt.

 

Wenn die Weibchen mit ihrer Brut beginnen (April-Mai), verlassen die Männchen nach einer Weile die Brutgebiete und schwimmen wieder aufs Meer hinaus. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Brut erhöht, da die Erpel mit ihren auffälligen Federkleidern ungewollt Feinde zu den Gelegen locken könnten. 

Für den Gelegebau rupfen die Weibchen zusätzlich zum gewöhnlichen Nistmaterial auch ihre eigenen Daunen. Dadurch werden die Eier besonders vor Wärmeverlust geschützt. In der Regel werden vier bis sechs Eier gelegt. Die Brutdauer beträgt dabei in etwa 25 Tage.

 

Sobald die Jungvögel geschlüpft sind, führt und betreut die Mutter die Jungen für die nächsten 70-75 Tage. Häufig kommt es in dieser Zeit vor, dass die jungen Kücken von Möwen geschlagen werden.

In den ersten beiden Lebensjahren der jungen Eiderenten unterscheiden sich die Gefieder beider Geschlechter kaum voneinander. Erst ab dem zweiten Lebensjahr erkennt man bei den jungen Erpeln die Ansätze des charakteristischen schwarz-weißen Federkleides. Im dritten bzw. vierten Lebensjahr tragen die  jungen Männchen dann erstmals das voll entwickelte Prachtkleid.

 

 

Als Nahrung nehmen diese Meeresenten vor allem Miesmuscheln zu sich. Aber auch andere Muschelarten (z.B. Dreikantmuschel), Schnecken, Seesterne und Seeigel werden gerne verspeißt. Durch ihre hervorragende Tauchfähigkeit ertauchen sie in Tiefen von sechs Metern sogar Krebse und Fische. Tauchgänge können ohne Probleme über eine Minute andauern. Mit Flügelschlägen bewegen sie sich Unterwasser fort und können dabei über 40 Meter tief eintauchen.

Als Quelle für meine Recherchen dienten Wikipedia und natur-lexikon.com.

Weitere Eiderentenfotos von meinem Helgolandaufenthalt im Mai 2014: