Feldhamster

Der Feldhamster, ein kleiner Nager der leider immer seltener anzutreffen ist. Von Ende April 2014 bis Mitte Mai 2014 konnte ich einige Einblicke in ihr tägliches Leben erhaschen und unter anderem das Sozialverhalten beobachten und fotografieren. Neben den Fotos gibt es auch Informationen zur Tierart und ein kleines Video.

 

Wie der Name schon sagt, sind Feldlandschaften die bevorzugten Lebensräume dieser Hamsterart. Dabei bevorzugen sie vor allem Lehmböden für ihr Zuhause. Denn so wie der Europäische Ziesel lebt auch der Feldhamster unter der Erde.

Die selbst gegrabenen Erdbauten können bis zu einem Meter tief sein und haben neben einer Wohnkammer auch immer eine Vorratskammer. Diese Vorratskammer ist vor allem während der Wintermonate sehr wichtig, da die Hamster in dieser Zeit den Bau nicht verlassen und von ihren zuvor angelegten Nahrungsvorräten zehren. Da sie im Winter im Wachzustand sind, halten sie keinen Winterschlaf sondern nur eine Winterruhe.

Sind zu wenig Vorräte vorhanden, können diese Tiere zum Kannibalismus neigen. Das kann übrigens auch bei Überpopulationen vorkommen. Dieses Verhalten ist natürlich umso bitterer, da auch der Feldhamster auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Was aber natürlich nicht am Kannibalismus liegt, sondern vielmehr -wie heutzutage leider viel zu häufig- am Menschen. 

 

Anders als beim Ziesel sind die männlichen Feldhamster Einzelgänger. Sie treffen nur in der Paarungszeit auf ihre weiblichen Artgenossen. Die Zeit der Paarung beginnt zumeist kurz nachdem die Winterruhe endet und die Erdbauten nach der kalten Jahreszeit verlassen werden. Von April bis August kann -mit etwas Glück- das Liebesspiel beobachtet werden. Häufig jagt das Männchen seine Partnerin wild durch die Gegend bis es danach zur Kopulation kommt. Solche "Liebestänze" können auch über mehrere Minuten andauern. 

 

 

 

Tagsüber trifft man den Feldhamster kaum an der Oberfläche an. Erst in der Dämmerung und in den frühen Morgenstunden begibt er sich nach oben. Diese Zeit nutzt der Nager vor allem für die Nahrungssuche. Ganz oben auf der Speisekarte stehen Karrotten, Kartoffeln, verschiedene Körner sowie Hülsenfrüchte. Aber auch Blümchen und Klee werden verzehrt. 

 

Mit einer Körperlänge von bis zu 35 cm (+ 5 cm Schwanz) und einem Gewicht von bis zu 650 Gramm ist der zur Familie der Wühler gehörende Hamster eigentich ziemlich groß (zum Vergleich: Ziesel werden maximal 22 cm lang).

Die grundsätzliche Lebenserwartung liegt zwischen zwei und drei Jahren. In seltenen Fällen können sie auch bis zu vier Jahre alt werden.

Was mir beim Beobachten der Feldhamster sonst noch aufiel, ist ihr ziemlich schlechter Sehsinn. Sie verlassen sich meiner Meinung nach sehr stark auf ihr Gehör und natürlich den Geruchssinn. Oft reichte schon eine kleine Bewegung, die ein etwas lauteres Geräusch zur Folge hatte, wodurch die Tiere alamiert wurden. Manchmal flüchteten sie daraufhin auch in ihren Erdbau.

 

Für die Zukunft erhoffe ich mir für diese kleinen Nagetiere, dass sie auch weiterhin ungestört in ihren Revieren weiterleben können und nicht auch noch die letzten -schon ohnehin viel zu wenigen- Lebensräume vom Menschen zerstört werden. 

Als Quelle für meine Recherchen dienten Wikipedia und feldhamster.de

Weitere Feldhamsterfotos aus dem Zeitraum von Ende April 2014 bis Mitte Mai 2014: